Cmentarz Hutniczy w Gliwicach
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Der Hüttenfriedhof in Gleiwitz

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Kapelle – Geschichte, nicht verwirklichtes Wiederaufbauprojekt

Übersetzung: Krystyna Koch

 

Historischer Abriss

Die Kapelle wurde als eine Grabkapelle für den Berghauptmann, Grafen Ferdinand von Einsiedel, im Jahre 1833 erbaut. Ferdinand von Einsiedel wurde mehrfach für seinen Beitrag zur Entwicklung der Industrie ausgezeichnet. In seinem Testament hat er den Wunsch geäußert auf dem gleiwitzer Hüttenfriedhof, neben seunen Hüttenkameraden, begraben zu werden. Zu seiner Beerdigung hat sich auf dem Friedhof eine große Menschenmenge versammelt. Der Bau der Kapelle wurde unter Aufsicht von Oberbergrat Reil ausgeführt.













Am 9. April 1922 wurde die Kapelle infolge einer Explosion der im Inneren verstecken Munition völlig zostört.



Das damals erstellte Gutachten enthält auch Pläne für die abgerissene Kapelle
(Staatsarchiv in Opole, Gruppe Nr. 46, Ordner Nr. 167)

 

1925 wurde die Kapelle schon als eine Friedhofskapelle wiederaufgebaut.



In den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde die Kapelle heimlich abgerissen (1956 war der Bau noch vorhanden).



Die einzige Spur, die von der ehemaligen Kapelle übrig blieb, ist ein separates Grundstück, das auf einer Vermessungskarte des Friedhofs zu erkennen ist. Erhalten blieb auch das einst vor der Kapelle stehende Kreuz.



Fragment einer Metope gefunden

 

Grundsätze der Ausarbeitung

In der jetzigen Zeit besteht kein Bedarf auf dem Friedhof eine Kapelle mit geschlossenem Raum zu bauen. Zumal dann die Gefahr bestünde, dass sich ein derartiges "Versteck" zum Anziehungspunkt für allerlei Saufkumpanen und Kleinkriminelle entwickeln könnte. Daher wurde entschieden eine offene Säulenhalle zu entwerfen, deren Proportionen (Masse der Hauptfront und Abstand zwischen den Säulenreihen) denen der ursprünglichen Kapelle genau entsprechen. Anhand eines Bildes aus dem Jahre 1933 und der Form des Kapellengrundstücks auf der Vermessungskarte konnte man feststellen, dass sich ein wesentlicher Teil der ehemaligen Kapelle im Bereich der Böschung auf der Südseite des Friedhofs befand. Im Gegensatz dazu wird sich die geplante Säulenhalle vollständig innerhalb der Umzäunungslinie befinden.

Diese Entwurfsgrundsätze wurden bereits bei der Planung und der späteren Bauausführung der Umzäunung (2005-2006) berücksichtigt. An der Stelle, wo die Alleenachse die südliche Mauerlinie schneidet, wurden vier mit Sandsteinplatten verkleidete Pfeiler aufgestellt. Der Abstand der beiden äußeren Pfeiler entspricht der Breite der ehemaligen Kapelle. Die Konstruktion der Pfeiler ermöglicht auch deren Höhe bis zum endgültigen Maß aufzustocken. Da die Kapelle ursprünglich die letzte Ruhestätte von Ferdinand von Einsiedel und seiner Familie war, ist in der Mitte der Säulenhalle ein mit Granitplatten verkleideter rechteckiger Block mit entsprechenden Inschriften vorgesehen. Der Block kann bei ökumenischen Gottesdiensten auch als eine Altarmensa dienen (der erste derartige Gottesdienst fand auf dem Friedhof am 11.10.2006 anlässlich des 200. Jahrestages der Errichtung des Hüttenfriedhofs statt).

 

 

Geplante Baumaterialen
Fundament – aus Stahlbeton, gegossen
Stylobat – aus Stahlbeton, gegossen (gem. der Vorvereinbarung mit der Denkmalfachbehörde)
Säulen – aus Stahlbeton, in fertigten Gie
ßformen gegossen. Eventueller Einsatz von kannelierten Sandsteinsäulen (von der Denkmalfachbehörde empfohlen) ist von finanziellen Möglichkeiten abhängig
Decke und Gebälk – aus Stahlbeton
Satteldach auf Holztraggerüst mit besandeter Dachpappe bedeckt. Dachbedeckung aus Blachplatten (von der Denkmalfachbehörde empfohlen) kommt wegen Diebstahlgefahr nicht in Frage.
Gesimse und Metopen – aus Stuckmörtel

 


Rekonstruktionzeichnung der ersten Kapelle (1833–1922)


Rekonstruktionzeichnung der zweiten Kapelle (1925–1960-e Jahre)


Entwurf – Grundriss (Nullebene)


Schnitt a-a


Fassadden